Hallo zusammen ^_^ Zunächst einmal ein kleines Update zum Blog an sich.
Nachdem nun ein Jahr lang nichts mehr von mir kam, setze ich mich nun
endlich wieder an einen Blogpost. Mein Blog war das letzte Jahr über
eine Art ungeliebtes Stiefkind von mir, da ich sowohl mit dem Design,
der Aufmachung, als auch mit der Qualität des Contents nicht wirklich
zufrieden war. Wie ihr sehen könnt, hat sich am Design einiges geändert.
Ich habe mich für ein helles und einfaches Design entschieden, das
nicht so sehr vom Inhalt ablenkt. Im Hinblick auf die Verbesserung der
Qualität habe ich mir nun endlich eine Spiegelreflexkamera zugelegt,
damit die Handybilder mit schlechter Qualität nach und nach weichen
können. Die folgenden Posts behandeln mitunter noch Cosplays des letzten
Jahres, also sind hier noch besagte Handyfotos zu finden. Ich entschuldige mich jetzt schon, dass ein paar der Bilder nicht ausreichend fokussiert sind, da mein Autofokus am Handy gerne rumspinnt ^^' Bei den Posts
über die neueren Kostüme könnt ihr dann allerdings eine bessere
Bildqualität erwarten. Genug geredet, hier ist mein Work Log zu meinem
Linkle Cosplay in der Hyrule Warriors Legends Version!
Von der Minute an, in der ich das Artwork von Linkle im Hyrule Warriors Artbook gesehen habe, habe ich mich komplett ins Design verliebt. Ich habe mich nie so recht an ein Link Crossplay herangewagt, jedoch ist Linkles Design dem von Link ziemlich ähnlich, also konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, ein Cosplay davon zu machen, welches ich dann auf der gamescom 2015 getragen habe. Einen Work Log zur Artbook Version findet ihr hier. Im Herbst des selben Jahres kam dann die Neuigkeit, dass Linkle tatsächlich als spielbarer Charakter in Hyrule Warriors Legends erscheinen wird. Das überarbeitete Design gefiel mich sogar noch besser als die Artbook Version, also habe ich mich natürlich prompt in die Stadt begeben und Stoffe für die neue Version gekauft. Wie genau ich bei der Konstruktion des Cosplays vorgegangen bin, könnt ihr hier mitverfolgen :)
Angefangen habe ich mit dem Rock. Hierzu habe ich als Stoff einen orange-braunen Gabardinestoff verwendet. Für das Muster habe ich mit meinen Maßen einen einfachen Schnitt für einen A-Linie Rock erstellt. Zuhilfe genommen habe ich dazu dieses Youtube-Tutorial. Wenn ihr euch das entweder nicht zutraut oder euer Englisch nicht gut genug ist, könnt ihr ebenso ein A-Linie Rock Schnittmuster kaufen. Das so erstellte Schnittmuster habe ich dann im vorderen Teil des Rocks verlängert, sodass sich vorne vier Falten legen lassen, an denen später die Ösen und gekreuzten Bänder befestigt werden können. Der hintere Part besteht aus zwei Teilen mit einer Nahtzugabe für den Reißverschluss in der Mitte. Auf dem Bild oben könnt ihr erkennen, wie mein fertiger Schnitt am Ende aussah. Diese Zeichnung ist nur zur Veranschaulichung gedacht und entspricht nicht den genauen Maßen.
Nun habe ich einfach das fertige Muster auf meinen Stoff übertragen und die einzelnen Teile ausgeschnitten. Im vorderen Teil habe ich die insgesamt vier Falten gelegt, festgesteckt und gebügelt, bevor ich die Einzelteile des Rocks dann zusammengenäht habe. Ich habe den Rock absichtlich etwas länger gelassen, damit ich ihn nach der Anprobe entsprechend kürzen kann. Ich habe einmal die Erfahrung gemacht, dass ein Rock leider viel zu kurz geraten ist, deswegen markiere ich mir die richtige Länge immer lieber beim Tragen, damit ich auch sicher gehen kann, dass die Länge passt.
Anschließend habe ich mehrere silberne Ösen an die Falten gehämmert und als Band ein paar beige Schnürsenkel gekreuzt durch die Ösen gefädelt. Unten habe ich die Enden der Schnürsenkel mit einem Feuerzeug versengt, sodass sie nicht ausfransen, und per Hand an die Innenseiten der jeweiligen Falten festgenäht. Oben habe ich ebenfalls die Enden versengt und sie zu einer Schleife gebunden. Den Gürtel habe ich mitsamt Schnalle auf eBay ersteigert. Unter dem Rock trage ich ein paar einfache Yoga Shorts in Schwarz.
Das Schnittmuster für das weiße Shirt habe ich ganz einfach mithilfe eines alten T-Shirts von mir erstellt. Allerdings habe ich es an den Seiten etwas erweitert, damit es beim Tragen locker sitzt. Ein Tutorial für die Erstellung des Schnittmusters von Puffärmeln findet ihr hier. Nachdem das Shirt fertig genäht war, habe ich vorne am Kragen einen Schlitz geschnitten und ihn versäubert. Dann habe ich entlang des Schlitzes silberne Ösen befestigt und dadurch ein weißes Band gefädelt.
Nun zum ikonischen Teil: dem Cape! Die Basis für das Cape ist eine lange Weste. Das Muster hierfür habe ich anhand einer Weste aus meinem Kleiderschrank erstellt. Für den oberen Teil des Capes habe ich Stoff über meine Schneiderpuppe gepinnt und so ein Muster erstellt. Als Vorlage für die Kapuze diente wiederum ein alter Kapuzenpulli von mir. Ihr seht also, dass ich im Bezug auf Schnittmuster sehr viel herumexperimentiere und als Basis meist einfache Kleidung dient ;) Zum Schnitt habt ihr oben wieder eine Zeichnung zur Veranschaulichung.
Weste und Cape sind am Kragen entlang mit der Kapuze verbunden, so lässt es sich einfach öffnen und schließen. Für den Verschluss vorne habe ich wieder ein paar silberne Ösen befestigt und ein Lederband durchgezogen, das vorne überkreuzt wird und innen mit einem Klettverschluss geschlossen wird. Hinten am Cape ist ein kleines Rechteck aus Stoff mit zwei Knöpfen in der Farbe des Rocks befestigt. Hierfür habe ich mir einfach ein paar überziehbare Knöpfe gekauft und diese mit den Resten des Rockstoffes überzogen. Die Muster an den unteren Ecken der Weste sind mit Textilfarbe aufgemalt.
Den Kompass habe ich nicht selbst gemacht, aber ich möchte ihn der Vollständigkeit halber noch erwähnen. Es handelt sich hierbei um den Kompass, der bei der Limited Edition von Hyrule Warriors Legends für den Nintendo 3DS dabei war. Die Limited Edition konnte ich mir als kleiner Sammler natürlich nicht entgehen lassen ;D
Die Rüstungsteile an den Schuhen habe ich aus Worbla's Finest Art und Moosgummi gefertigt. Als Basis habe ich die Form aus Moosgummi ausgeschnitten, mit Worbla ummantelt und die Details wieder aus Worbla gefertigt. Dann habe ich das fertige Teil erhitzt und um mein jeweiliges Knie gebogen, damit es später richtig sitzt. Nach dem Auskühlen habe ich es geschliffen, mit Spritzspachtel grundiert und anschließend mit Acrylfarbe bemalt.
Die Boot Cover habe ich aus braunem Stretch-Leder gefertigt. Für das Muster habe ich einfach das Leder auf links straff um mein Bein gepinnt und das Muster anschließend sauber mit Schneiderkreide auf den Stoff gemalt. Wenn ihr diese Methode auch verwenden wollt, dann stellt sicher, dass euer Stoff, den ihr dafür verwendet, dehnbar ist. Außerdem solltet ihr den Schuh tragen, den ihr später auch beim fertigen Cosplay unter den Boot Covern tragen wollt, damit auch alles richtig sitzt. Nun habe ich nur noch das fertige Muster zusammengenäht, hinten ein paar Ösen für die Schnürsenkel in das Leder gehämmert und die Worbla Teile auf die fertigen Bootcover geklebt (Kraftkleber FTW!).
Aus dem selben Stretch Leder wie die Boot Cover habe ich auch die Handschuhe genäht. Hiefür habe ich dieses Schnittmuster verwendet, welches ich am Computer auf die richtige Größe gezogen habe. Ich muss aber auch ehrlich gestehen, dass hier wieder ein bisschen Trial und Error mit im Spiel war, da ich die Größe des Musters in der Länge und in der Breite mehrmals ändern musste, bis die Handschuhe richtig saßen, weil ich relativ kurze Finger habe. Um kein Material zu verschwenden, habe ich daher für die ersten Versuche mit einem günstigen Probestoff gearbeitet und anschließend, als das Muster gepasst hat, habe ich es auf meinen Lederstoff übertragen. Um eine saubere Arbeit auch bei den Kleinteilen zu gewährleisten habe ich die gesamten Handschuhe mit der Hand genäht.
Die Schmucksteine an der Halskette und an den Armbrüsten sind aus Worbla's Transpa Art. Hierfür habe ich zunächst die verschiedenen Steinformen aus Fimo modelliert. Nachdem diese ausgehärtet waren, habe ich ein Stück Transpa Art, das etwas größer war als der jeweilige Stein, erhitzt und es über den modellierten Stein geformt, bis es die Form des Steins angenommen hat. Den fertigen Stein aus Transpa Art habe ich dann sauber ausgeschnitten. Als alle Steine fertig waren, habe ich sie mit blauer Glasmalfarbe bemalt. Damit die Farbe später auch richtig wirkt, empfehle ich, den Stein auf einen weißen Untergrund zu kleben und diesen entlang der Steinform auszuschneiden, wie etwa ein Stück weiße Pappe oder weißes Moosgummi. Da die Steine halb transparent sind, nehmen sie sonst die Farbe des Untergrundes an, auf die ihr sie später klebt und wirken nicht so schön blau. Die Fassung für die Steine habe ich aus einem dünnen Streifen Worbla's Finest Art gefertigt, welchen ich im erhitzten Zustand um die Ecken des Steins gelegt habe. Die Fassung habe ich dann ebenfalls grundiert - diesmal mit Holzleim - und anschließend mit goldener Acrylfarbe bemalt.
Die Basis für die Perücke war eine Mariko in blond von MyCostumes. Den hinteren Teil der Perücke habe ich kurz geschnitten und in den vorderen Teil habe ich für die Dicke der geflochtenen Zöpfe zusätzliche Tressen eingenäht. Im linken Bild könnt ihr gut den Unterschied sehen, den die eingenähten Tressen machen. In den hinteren Teil habe ich dann noch ein paar Spikes gestyled. Hierzu habe jeweils immer eine Strähne der Haare genommen, sie mit Haarspray besprüht und dann einen Spike geformt. Den habe ich dann mit heißer Fönluft fixiert. So habe ich auch die kleine Strähne vorne am Pony gestylet. Die Bänder für die Zöpfe sind wieder einmal aus den Reststücken vom Rockstoff gemacht.
Nun zum spaßigen Teil - den Armbrüsten! Der Kern der Armbrüste ist Styrodur. Ich habe die einzelnen Teile aus Styrodur ausgeschnitten, zurechtgeschnitzt, geschliffen und anschließend zusammen geklebt. Kleiner Tipp: Nehmt hierfür am besten Kraftkleber. Bei meinem ersten Versuch habe ich nichts ahnend Heißkleber genommen, welcher sich dann prompt durch mein Styrodur gefressen hat. Erspart euch also die zusätzliche Arbeit und verzichtet auf Heißkleber.
Während der Arbeit an den Armbrüsten kam mir die Idee, dass es doch ganz schnieke wäre, wenn ich sie wie im Spiel mühelos an meinen Stiefeln befestigen könnte. Die Lösung: Neodym Magneten! In meinem Fall habe ich Magneten mit einer Zugkraft von 15kg benutzt und diese in den unteren Teil der Armbrust gesetzt. Um einen sicheren Halt auch bei Bewegung zu gewährleisten, war es wichtig, dass die Armbrüste nicht zu schwer werden. Deshalb habe ich sie nicht - wie erst geplant - mit Worbla überzogen, sondern mit drei Schichten Pappmaschee.
Um die Struktur des Pappmaschees loszuwerden, habe ich die Armbrüste, nachdem sie vollständig durchgetrocknet waren, mit Spachtelmasse überzogen und glatt geschliffen. Den Teil, in dem sich der Magnet befindet, habe ich vorsichtshalber mit einer Schicht Worbla überzogen, da sich die Magneten bei der Kraft nun doch gerne durch die Papierschichten reißen. Dann habe ich die Details aus Worbla gefertigt und auf die Armbrüste geklebt. Nächster Schritt: Grundieren. Hierfür habe ich wieder ein paar Schichten Spritzspachtel auf die Armbrüste gesprüht (nach jeder Schicht gut trocknen lassen).
Bemalt habe ich das Ganze mit Acrylfarbe. Dann blieben nur noch die Pfeile. Hierfür habe ich ein paar dünne Holzstäbe zurechtgesägt und die Spitzen aus Worbla geformt. Entlang des oberen und unteren Teils habe ich dann als Detail noch einen Streifen Worbla um den Pfeil gewickelt. Bemalt sind die Pfeile dann auch wieder mit Acrylfarbe. Schließlich habe ich die Pfeile auf die Armbrüste geklebt und eine Kordel als Sehne befestigt. Damit die Armbrüste nun an den Stiefeln halten können, habe ich dann noch zwei Magneten in die Stiefel genäht.
Nun zum ikonischen Teil: dem Cape! Die Basis für das Cape ist eine lange Weste. Das Muster hierfür habe ich anhand einer Weste aus meinem Kleiderschrank erstellt. Für den oberen Teil des Capes habe ich Stoff über meine Schneiderpuppe gepinnt und so ein Muster erstellt. Als Vorlage für die Kapuze diente wiederum ein alter Kapuzenpulli von mir. Ihr seht also, dass ich im Bezug auf Schnittmuster sehr viel herumexperimentiere und als Basis meist einfache Kleidung dient ;) Zum Schnitt habt ihr oben wieder eine Zeichnung zur Veranschaulichung.
Weste und Cape sind am Kragen entlang mit der Kapuze verbunden, so lässt es sich einfach öffnen und schließen. Für den Verschluss vorne habe ich wieder ein paar silberne Ösen befestigt und ein Lederband durchgezogen, das vorne überkreuzt wird und innen mit einem Klettverschluss geschlossen wird. Hinten am Cape ist ein kleines Rechteck aus Stoff mit zwei Knöpfen in der Farbe des Rocks befestigt. Hierfür habe ich mir einfach ein paar überziehbare Knöpfe gekauft und diese mit den Resten des Rockstoffes überzogen. Die Muster an den unteren Ecken der Weste sind mit Textilfarbe aufgemalt.
Den Kompass habe ich nicht selbst gemacht, aber ich möchte ihn der Vollständigkeit halber noch erwähnen. Es handelt sich hierbei um den Kompass, der bei der Limited Edition von Hyrule Warriors Legends für den Nintendo 3DS dabei war. Die Limited Edition konnte ich mir als kleiner Sammler natürlich nicht entgehen lassen ;D
Die Rüstungsteile an den Schuhen habe ich aus Worbla's Finest Art und Moosgummi gefertigt. Als Basis habe ich die Form aus Moosgummi ausgeschnitten, mit Worbla ummantelt und die Details wieder aus Worbla gefertigt. Dann habe ich das fertige Teil erhitzt und um mein jeweiliges Knie gebogen, damit es später richtig sitzt. Nach dem Auskühlen habe ich es geschliffen, mit Spritzspachtel grundiert und anschließend mit Acrylfarbe bemalt.
Die Boot Cover habe ich aus braunem Stretch-Leder gefertigt. Für das Muster habe ich einfach das Leder auf links straff um mein Bein gepinnt und das Muster anschließend sauber mit Schneiderkreide auf den Stoff gemalt. Wenn ihr diese Methode auch verwenden wollt, dann stellt sicher, dass euer Stoff, den ihr dafür verwendet, dehnbar ist. Außerdem solltet ihr den Schuh tragen, den ihr später auch beim fertigen Cosplay unter den Boot Covern tragen wollt, damit auch alles richtig sitzt. Nun habe ich nur noch das fertige Muster zusammengenäht, hinten ein paar Ösen für die Schnürsenkel in das Leder gehämmert und die Worbla Teile auf die fertigen Bootcover geklebt (Kraftkleber FTW!).
Aus dem selben Stretch Leder wie die Boot Cover habe ich auch die Handschuhe genäht. Hiefür habe ich dieses Schnittmuster verwendet, welches ich am Computer auf die richtige Größe gezogen habe. Ich muss aber auch ehrlich gestehen, dass hier wieder ein bisschen Trial und Error mit im Spiel war, da ich die Größe des Musters in der Länge und in der Breite mehrmals ändern musste, bis die Handschuhe richtig saßen, weil ich relativ kurze Finger habe. Um kein Material zu verschwenden, habe ich daher für die ersten Versuche mit einem günstigen Probestoff gearbeitet und anschließend, als das Muster gepasst hat, habe ich es auf meinen Lederstoff übertragen. Um eine saubere Arbeit auch bei den Kleinteilen zu gewährleisten habe ich die gesamten Handschuhe mit der Hand genäht.
Die Schmucksteine an der Halskette und an den Armbrüsten sind aus Worbla's Transpa Art. Hierfür habe ich zunächst die verschiedenen Steinformen aus Fimo modelliert. Nachdem diese ausgehärtet waren, habe ich ein Stück Transpa Art, das etwas größer war als der jeweilige Stein, erhitzt und es über den modellierten Stein geformt, bis es die Form des Steins angenommen hat. Den fertigen Stein aus Transpa Art habe ich dann sauber ausgeschnitten. Als alle Steine fertig waren, habe ich sie mit blauer Glasmalfarbe bemalt. Damit die Farbe später auch richtig wirkt, empfehle ich, den Stein auf einen weißen Untergrund zu kleben und diesen entlang der Steinform auszuschneiden, wie etwa ein Stück weiße Pappe oder weißes Moosgummi. Da die Steine halb transparent sind, nehmen sie sonst die Farbe des Untergrundes an, auf die ihr sie später klebt und wirken nicht so schön blau. Die Fassung für die Steine habe ich aus einem dünnen Streifen Worbla's Finest Art gefertigt, welchen ich im erhitzten Zustand um die Ecken des Steins gelegt habe. Die Fassung habe ich dann ebenfalls grundiert - diesmal mit Holzleim - und anschließend mit goldener Acrylfarbe bemalt.
Die Basis für die Perücke war eine Mariko in blond von MyCostumes. Den hinteren Teil der Perücke habe ich kurz geschnitten und in den vorderen Teil habe ich für die Dicke der geflochtenen Zöpfe zusätzliche Tressen eingenäht. Im linken Bild könnt ihr gut den Unterschied sehen, den die eingenähten Tressen machen. In den hinteren Teil habe ich dann noch ein paar Spikes gestyled. Hierzu habe jeweils immer eine Strähne der Haare genommen, sie mit Haarspray besprüht und dann einen Spike geformt. Den habe ich dann mit heißer Fönluft fixiert. So habe ich auch die kleine Strähne vorne am Pony gestylet. Die Bänder für die Zöpfe sind wieder einmal aus den Reststücken vom Rockstoff gemacht.
Nun zum spaßigen Teil - den Armbrüsten! Der Kern der Armbrüste ist Styrodur. Ich habe die einzelnen Teile aus Styrodur ausgeschnitten, zurechtgeschnitzt, geschliffen und anschließend zusammen geklebt. Kleiner Tipp: Nehmt hierfür am besten Kraftkleber. Bei meinem ersten Versuch habe ich nichts ahnend Heißkleber genommen, welcher sich dann prompt durch mein Styrodur gefressen hat. Erspart euch also die zusätzliche Arbeit und verzichtet auf Heißkleber.
Während der Arbeit an den Armbrüsten kam mir die Idee, dass es doch ganz schnieke wäre, wenn ich sie wie im Spiel mühelos an meinen Stiefeln befestigen könnte. Die Lösung: Neodym Magneten! In meinem Fall habe ich Magneten mit einer Zugkraft von 15kg benutzt und diese in den unteren Teil der Armbrust gesetzt. Um einen sicheren Halt auch bei Bewegung zu gewährleisten, war es wichtig, dass die Armbrüste nicht zu schwer werden. Deshalb habe ich sie nicht - wie erst geplant - mit Worbla überzogen, sondern mit drei Schichten Pappmaschee.
Um die Struktur des Pappmaschees loszuwerden, habe ich die Armbrüste, nachdem sie vollständig durchgetrocknet waren, mit Spachtelmasse überzogen und glatt geschliffen. Den Teil, in dem sich der Magnet befindet, habe ich vorsichtshalber mit einer Schicht Worbla überzogen, da sich die Magneten bei der Kraft nun doch gerne durch die Papierschichten reißen. Dann habe ich die Details aus Worbla gefertigt und auf die Armbrüste geklebt. Nächster Schritt: Grundieren. Hierfür habe ich wieder ein paar Schichten Spritzspachtel auf die Armbrüste gesprüht (nach jeder Schicht gut trocknen lassen).
Bemalt habe ich das Ganze mit Acrylfarbe. Dann blieben nur noch die Pfeile. Hierfür habe ich ein paar dünne Holzstäbe zurechtgesägt und die Spitzen aus Worbla geformt. Entlang des oberen und unteren Teils habe ich dann als Detail noch einen Streifen Worbla um den Pfeil gewickelt. Bemalt sind die Pfeile dann auch wieder mit Acrylfarbe. Schließlich habe ich die Pfeile auf die Armbrüste geklebt und eine Kordel als Sehne befestigt. Damit die Armbrüste nun an den Stiefeln halten können, habe ich dann noch zwei Magneten in die Stiefel genäht.


















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